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RSSPrint

Ja, ich will!

Eine Stele für Stille Helden - für den Mut und das Überleben

Projekt der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow

Wie kam es zu dem Projekt?

Seit 2005 arbeiten zwischen 10 und 15 Menschen im Alter zwischen 15 und 75 in der Projektgruppe Stolpersteine. Während der Recherchen zu den Verlegungen der Stolpersteine in Kleinmachnow wurde ein weiterer Recherchezweig aufgetan. Die sogenannten Stillen Helden. Es sind Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Sicherheiten anderen das Überleben ermöglichten. So wurde versteckt, Lebensmittel weiter gegeben, Behördengänge und Spaziergänge begleitet und anderes mehr. Eine Historikerkommission hat 2009 Kriterien für die Stillen Helden entwickelt. Die Aktionsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt eine Stele zu errichten.

Wie soll die Idee einer Stele realisiert werden?

In Kleinmachnow ansässige Künstler haben das Konzept entwickelt, ortsansässige Handwerker sind angefragt die Arbeiten auszuführen, wenn die nötigen 8000 Euro eingeworben wurden. Zahlreiche Veranstaltungen, von Ausstellung bis Jazzabende, werden von der Gruppe organisiert, verantwortet und durchgeführt. Durch diese wird das Vorhaben öffentlich bekannt gemacht und Spender werden gewonnen. Die weiterführende Idee heißt: Der Platz, an dem die Stele aufgebaut werden wird, soll nach Dr. Margarete Sommer benannt werden. Sie lebte in Kleinmachnow und versteckte in ihrem Privathaus mehrere Menschen. Diese Gerechte unter den Völkern soll hier, an ihren Lebensort, durch die Namensgebung des Platzes (Hohe Kiefer/Förster-Funke-Allee) eine weitere Ehre erfahren. Die Einweihung der Stele ist  am 8. Mai 2014 geplant.

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Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Seit acht Jahren treffen sich Menschen aus drei Generationen und verfolgen ein gemeinsames Ziel. Außerdem ist die Gruppe, die aus der Jugendarbeit der Kirchengemeinde entstanden ist, mittlerweile eine ökumenische Bewegung geworden. Sowohl die evangelische wie die katholische Gemeinde in Kleinmachnow fördern das Projekt. Unter der Schirmherrschaft des Landrates Wolfgang Blasig ist eine Allianz mit dem Heimatverein Kleinmachnow e.V. entstanden.

Die Gruppe hat es geschafft, dass sich beinahe der gesamte Ort mit seiner Vergangenheit beschäftigt hat. Sowohl die „Alteingesessenen“ wie die „Neuzuzügler“ wurden mit diesem Teil der Ortsgeschichte konfrontiert. Es gab zahlreiche Fragen und Konflikte, die immer öffentlich und offen geklärt wurden. Durch eine umfangreiche Öffentlichkeits- und Pressearbeit wurde das Thema Stolpersteine immer wieder in den Focus gerückt. Gerade die letzten Ausstellungen zeigten durch die große Resonanz die gewachsene Bereitschaft und positive Einstellung der Kleinmachnowerinnen und Kleinmachnowerzu diesem Projekt. Auch ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner nehmen Anteil an dieser Entwicklung und dem Vorhaben der Stele. So erreichen uns Familienberichte, Dokumente, Fotos, auch aus verschiedenen europäischen Ländern. Zum Beispiel vermittelten die Ehemaligentreffen der Schulen und des Gymnasiums uns Kontakte nach Neuseeland und Australien.

Die Aktionsgruppe hat gemeinsam ein Buch geschrieben und veröffentlicht. Es ist ein sogenanntes Wendebuch. Liest man von der einen Seite über Biografien der verlegten Stolpersteine und der Ortsgeschichte, erzählt das Lesen von der (gewendeten) Rückseite über die Stillen Helden und den Überlebenden. Das Buch ist veröffentlicht und wird (auch in der Natura-Buchhandlung) verkauft.

Was wünscht sich die Gruppe?

Wir wünschen uns die Realisierung der Stele, dazu die Namensgebung des Platzes in Dr. Margarete Sommer Platz. Wir wünschen uns den Zugang zu dem kommunalen Archiv und eine öffentliche Dokumentation des Ortes über seine Geschichte. Hier in Zusammenarbeit mit Schulen und gesellschaftlichen Trägern.

Das Preisgeld würden wir zur Realisierung der Stele verwenden.

Kontakt:

Diakon Martin Bindemann
Gemeindehaus der Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow
Jägerstieg 2, 14532 Kleinmachnow
Telefon: 03 32 03 - 60 96 84
E-Mail: bindemann@ev-kirche-kleinmachnow.de

Letzte Änderung am: 30.07.2015