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RSSPrint

Bosnien-Hilfsprojekt

des Evangelischen Pfarrsprengels Großbeeren

Wie kam es zu dem Projekt?

Das Hilfsprojekt unserer Kirchengemeinden wurde im Jahr 2004 zum ersten Mal durchgeführt. Durch die Vermittlung des „Südost-Europa Kultur e.V.“ wurden Kontakte zur Stadt Bijeljina in Bosnien geschaffen. Bijeljina hatte vor dem Bürgerkrieg ca. 70.000 Einwohner, durch eine große Zahl von Flüchtlingen stieg die Einwohnerzahl nach dem Krieg auf über 130.000. Besonders Randgruppen wie die Roma oder ältere Menschen, die als Flüchtlinge alles verloren haben, fehlt es oft an den alltäglichsten Dingen. Wir wollten aber auch für die Romafamilien einen Anreiz schaffen, die Kinder nicht zum Betteln auf die Straße, sondern regelmäßig in die Schule zu schicken. Wer nicht lesen und schreiben kann, ist den Behörden und skrupellosen Geschäftemachern hilflos ausgeliefert. Das schränkt natürlich die Aussicht auf ein selbstbestimmtes Leben enorm ein.

Wie sieht Ihre Arbeit konkret aus?

Wir sammeln jedes Jahr im August gut erhaltene Kleidung (vor allem für Kinder), Schuhe, Bettwäsche und Handtücher, außerdem Schulmaterial und Hygieneartikel (Seife, Shampoo, Creme, Zahnpasta- und bürste etc), die wir zu einem großem Teil hinzukaufen. Aus Bosnien bekommen wir Listen mit den Namen der Bedürftigen und der Roma-Kinder, die regelmäßig die Schule besuchen. Wir kennen die Kleider- und Schuhgröße der Menschen, so können wir die hier gespendete Kleidung, die erst in unserer Pfarrscheune vorsortiert wird, jedem einzelnen zuordnen. Für jeden  wird auch ein Paket mit Hygiene- und Schulmaterial gepackt, so dass wir z.B. für die Einschüler auch immer eine Federtasche und für jedes Kind ein altersgemäßes kleines Spielzeug einpacken können.

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Wie viele Personen sind an dem Projekt beteiligt?

Beim Sortieren und Packen der Kleidung und der Pakete, das jedes Jahr ca. 7 Wochen dauert, helfen hier in Großbeeren bis zu 30 Frauen jeden Alters, wobei immer wieder auch viele Menschen, die nicht zur Kerngemeinde gehören und Nicht-Gemeindeglieder mit großen Engagement dabei sind. Der Transport findet dann mit fünf Kleintransportern und zehn Fahrern statt, wobei ein Fahrzeug mit zwei Fahrern seit Anfang an vom THW Potsdam gestellt wird.

bosnien-Ehrenamtliches-Fahrerteam

Außerdem unterstützen wir jedes Jahr einzelne Projekte in Bosnien finanziell, so haben wir in den letzten Jahren z. B. Geld für eine Trink- und Abwasserleitung, für das Dach eines Seniorenheims, für Schulbücher, für Brennholz oder auch für Lebensmittelpakete gespendet.

Dieses Jahr wird der 10. Hilfstransport im September nach Bosnien fahren. Wie in den letzten Jahren werden wieder ca. 300 Kinder und 100 Erwachsene ein Paket mit Schul-und Hygieneartikeln und eine Sack mit Kleidern bekommen.

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Was wünschen Sie sich?

Wir wünschen uns langfristig bessere Bildungschancen für die Roma. Leider stabilisiert sich die politische und wirtschaftliche Situation dort nicht, die Armut wird eher größer. Deshalb wünschen wir uns vor allem gut erhaltene Kinderkleidung, die im Monat August an jedem Wochentag im Pfarrhaus Großbeeren abgegeben werden kann.

Wofür würden Sie das Preisgeld verwenden?

Für das Projekt. Das Projekt finanziert sich selbst, d.h., das ganze Jahr über wird die jedes Jahr benötigte Summe z.B. durch Basare und Spenden gesammelt. Für der Transport, den Einkauf von Schulmaterial und Hygieneartikeln und für die Finanzierung einzelner Projekte benötigen wir jedes Jahr eine Summe von ca. 14.000 Euro.

Kontakt:
über das Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Großbeeren
Ruhlsdorfer Str.2
14979 Großbeeren
Tel.033701/55413

Letzte Änderung am: 30.07.2015