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RSSPrint

Auch ohne Krankenschein

Medizinische Hilfe für Flüchtlinge
Evangelische Kirchengemeinde Dahlem

Seit Dezember 2014 wird von Dr. Pia Skarabis-Querfeld, Vorstandsmitglied des Fördervereins der Evangelischen Kirchengemeinde Dahlem, zusammen mit vielen Ehrenamtlichen die medizinische Betreuung von Flüchtlingen organisiert. Es wurden regelmäßige ärztliche Sprechstunden in der Sporthalle der Freien Universität (Erstaufnahmeeinrichtung bis Mai 2015) abgehalten, bei denen dolmetschende und assistierende Ehrenamtliche unerlässlich sind. Für einen reibungslosen Ablauf werden Formulare, zum Beispiel zur Medikamentengabe in vielen Sprachen verfasst.
Im Januar und Februar wurden Impfaktionen durchgeführt, die die Verbreitung von Masern und anderen Krankheiten gerade noch verhindern konnten.
Aufgrund der guten Erfahrungen konnten ähnliche Aktionen zunächst in anderen Notunterkünften unseres Bezirks angeboten werden.
Parallel werden durch entsprechende Vorträge und Öffentlichkeitsarbeit ständig zweckgebundene Spendenmittel eingeworben, mit denen die Kosten finanziert werden. Nur zu Beginn war eine Anschubfinanzierung aus zweckfreien Mitteln erforderlich.
   
Was ist daran besonders oder beispielhaft?

Pia Skarabis-Querfeld hat zum Nutzen anderer engagierter Flüchtlingshelfer/innen unsere Erfahrungen verschriftlicht und eine Webseite www.medizin-hilft-fluechtlingen.de eingerichtet. Dort werden Informationen über die Organisation von Sprechstunden und Impfaktionen in Notunterkünften, die Abrechnungsmöglichkeiten, rechtliche Hinweise und sämtliche Formulare zum Download hinterlegt.
Zuletzt wurden Sprechstunden vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) und die komplette medizinische Versorgung der Flüchtlinge in der Erstaufnahmestelle Wilmersdorf von der Initiative durchgeführt.

Während zu Beginn bei den Dahlemer Sprechstunden zunächst zirka drei bis fünf Ärzte/Ärztinnen sowie Helfer/innen aus dem Gemeindeumfeld aktiv waren, sind inzwischen etwa 20 Ärzte ehrenamtlich in weiteren Notunterkünften tätig, andere behandeln Flüchtlinge in ihren Praxen. Sie werden durch weitere ehrenamtliche „Sprechstundenhilfen“ unterstützt.
Es ist gut, dass das ehrenamtliche Engagement sich nicht nur auf unsere Gemeinde bzw. den Bezirk beschränkt, sondern dass inzwischen tagtäglich sehr viele Menschen von dieser Initiative berlin- und deutschlandweit profitieren.
Das Projekt hat überregional Beachtung in der Presse gefunden hat (Stern, FAZ, ARD) und damit den diakonischen Auftrag/Anspruch der evangelischen Kirche öffentlich betont.

Was wünscht sich die Gruppe oder das Projekt?

  • eine Sekretärin und eine/n IT-Spezialistin/en, natürlich ehrenamtlich mit verhandelbarem Zeiteinsatz.
  • dass sich möglichst viele Nachahmer/innen finden und sich das Projekt berlinweit ausbreiten kann.



Wofür will die Gruppe oder das Projekt das Preisgeld einsetzen?   
Wir könnten von dem Geld Flyer drucken, um noch mehr Spenden einzuwerben.
Wir könnten aber auch mal für alle Mitwirkenden ein „Danke-Fest“ veranstalten.


Kontakt:
Susanne Goldschmidt-Ahlgrimm, Pia Skarabis-Querfeld
Tel. priv. 0 30 - 8 31 25 44 oder dienstl. 0 30 – 32 29 44 34
susanne.goldschmidt@mailbox.org

Foto: Yvonne Nadler

Letzte Änderung am: 28.01.2016